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Burnout am Arbeitsplatz – was tun?


Burnout am Arbeitsplatz Burnout am Arbeitsplatz

Unter einem Burnout versteht man den Zustand körperlicher und mentaler Erschöpfung, wodurch Leistungsfähigkeit, Konzentration und Energie negativ beeinflusst werden. Dieses ‘Ausgebranntsein’ steht oft in direkter Korrelation zu beruflichen Belastungen.

In den meisten Fällen findet sich ein Ungleichgewicht zwischen Arbeitsanforderungen und persönlichen Bewältigungsmöglichkeiten. Daraus folgt das andauernde Gefühl von Überforderung und Stress.

Klassische Burnout Symptome

Burnout Symptomen sind je nach Betroffenen unterschiedlich und können sich emotional, psychisch oder geistig äußern. 

Oft erleben Individuen eine sogenannte “Entpersönlichung”. Dabei entfremden sie sich gegenüber der eigenen Person und Umwelt. Sie distanzieren sich in vielen Fällen auch von bestehenden Beziehungen und Familie und kommen Hobbys nicht mehr nach. 

Auf der Arbeit nimmt das Konzentrationsvermögen ab und das Gefühl der andauernden Belastung führt zu Fehlern. Daraus resultiert unumgänglich mangelnde Belohnung am Arbeitsplatz und Demotivation in täglichen Tätigkeiten.

Aktiv Gegenmaßnahmen treffen

Es gibt natürlich zahlreiche Dinge, um Burnouts entgegenzuwirken. Es fängt alles damit an, sich und den eigenen Bedürfnissen genug Zeit einzuräumen. Dazu zählt vor allem, gut und ausreichend viel zu schlafen. Mag selbstverständlich klingen, wird aber leider viel zu oft vernachlässigt. Auch körperliche Bewegung sollte Teil der Routine sein. 

Dadurch, dass Sie Ihre physische Verfassung pflegen, haben Sie mehr Energie für alle anderen Herausforderungen des Alltages. Gleichzeitig sind Regenerationsphasen essentiell. Dazu zählt sowohl Meditation oder Achtsamkeit zu praktizieren, oder sich auch einfach die Zeit für einen gemütlichen Kaffee zu nehmen. 

Außerdem hilfreich, um einer Woche mit mehr Aufgaben als Stunden entgegenzutreten: Die Wochentage planen, konkreten Aufgaben in Termine zuordnen und sie nacheinander abarbeiten. Das vermeidet Switching Costs und Multitasking – beides hohe Stressfaktoren und vor allem Produktivitätskiller.

Neben all diesen Dingen, auf die wir selbst direkten Einfluss haben, vergessen wir oft das Offensichtliche: Kommunikation. Das kann sich darin äußern aktiv um Unterstützung von anderen Teammitgliedern zu bitten. Allerdings auch ein sehr wirksames Mittel: Besprechen Sie eine klare Priorisierung Ihrer Aufgaben. Das betont einerseits den Zustand von zu vielen Aufgaben gleichzeitig auf dem Tisch. Gleichzeitig wird dadurch klar, dass Sie jeder Aufgabe gerecht werden wollen und deswegen der Reihe nach und entlang der übergeordneten Unternehmensziele vorgehen wollen. 

Was Unternehmen tun können

Das Thema Gesundheit am Arbeitsplatz muss kontinuierlich hinterfragt und weitergedacht werden. Denn die Priorisierung der mentalen Gesundheit von Mitarbeitenden ist ein wichtiger Teil der Unternehmenskultur

In diesem Prozess ist es zuerst wichtig, Bewusstsein zu schaffen. Für Risikozustände, die zu weniger Transparenz am Arbeitsplatz, hoher Belastung und reduzierter Leistungsfähigkeit führen. Eine Unternehmenskultur, in der offen über Anforderung gesprochen werden kann, ist hierbei entscheidend.

Ermutigen Sie Ihr Team zu einem Austausch über die gegenseitige mentale Verfassung. Dafür ist es wichtig, eine vertraute Atmosphäre im Team zu schaffen, was wiederum durch gemeinsame Aktivitäten außerhalb des Büros erreicht werden kann. Alternativ bieten regelmäßige 1:1’s Raum für etwaige Konversationen. Führungskräfte sollten außerdem nicht müde werden zu betonen, wo die Prioritäten liegen (bei der Gesundheit der Mitarbeitenden!). Vor allem in herausfordernden Zeiten. 

Ein weiteres Angebot für Mitarbeitende kann eine freiwillige und anonyme Inanspruchnahme von externen Coaches oder psychologische Berater:innen sein. So beugen Sie im besten Fall einer Krisensituation vor, indem Individuen bei Bedarf eine externe Anlaufstelle eingeräumt wird.

Photo by Luis Villasmil on Unsplash