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Ein Job reicht nicht? Das sind die bestbezahlten Nebenbeschäftigungen


Nebenbeschäftigungen Foto von WESTEND61 auf GETTY IMAGES

Im September 2022 sind die Verbraucherpreise in Deutschland im Vergleich zu dem Vorjahresmonat um 10% gestiegen. Mit dem konstanten Anstieg der Inflationsrate & der Gaspreise kommt eine Nebenbeschäftigung für immer mehr Leute infrage. Welche Nebenbeschäftigungen am lukrativsten sind und was dabei rechtlich zu beachten ist, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Die Definition einer Nebenbeschäftigung

Unter der Bezeichnung Nebenbeschäftigung versteht man jede Tätigkeit des Arbeitnehmers, die außerhalb der Arbeit für den Hauptarbeitgeber ausgeübt wird. Diese Art der Beschäftigung kann in verschiedenen Weisen zustande kommen. Tätigkeiten bei einem anderen Arbeitgeber, ein zweiter Job beim Hauptarbeitgeber und selbstständige Nebenbeschäftigungen im Rahmen eines Dienst- oder Werkvertrages sind einige Beispiele hierfür.

Wann ist ein Job nicht genug?

Die Frage, ob eine Nebenbeschäftigung aufgenommen werden sollte oder nicht, ist schwer zu beantworten. Denn so eine Entscheidung ist davon abhängig, was für persönliche Ziele angestrebt werden und wie die individuelle Ausgangslage aussieht. Um den Entscheidungsprozess zu erleichtern, sollten zunächst die folgenden grundlegenden Fragen beantwortet werden.

  1. Bin ich mit meiner derzeitigen finanziellen Lage zufrieden?
  2. Habe ich genug Kapazität, um eine Nebenbeschäftigung aufzunehmen?
  3. Erlaubt mir mein Hauptarbeitgeber, eine Nebenbeschäftigung aufzunehmen?

Oft liegt die Intention einer zusätzlichen Nebenbeschäftigung in der persönlichen finanziellen Lage begründet. Deswegen ist es ratsam, sich ein klares Bild darüber zu machen und welche Art von Nebentätigkeit sich am sinnvollsten anbietet. Eng damit verwandt kann auch das Bedürfnis sein, sich ein zweites Standbein aufzubauen, um in Zukunft finanziell stärker abgesichert zu sein. Nachdem Klarheit in diesen Grundsatzfragen besteht, gilt es einen Blick auf die vorhandenen Kapazitäten zu werfen. Wie viel Zeit kann ich für eine potentielle Nebenbeschäftigung aufbringen? Wie ausgelastet sind meine Wochentage bereits und wo findet sich vielleicht eine Lücke? Kann ich sicherstellen, dass meine Hauptbeschäftigung nicht darunter leiden wird? Final gilt es sicherzustellen, dass der Aufnahme einer zusätzlichen Tätigkeit seitens des Arbeitgebers zugestimmt wird. Um vorbereitet in dieses Gespräch zu gehen, ist es ratsam ein Grundkonzept basierend auf den vorangegangenen Fragen vorzulegen.

Die bestbezahlten Nebenbeschäftigungen

Da der häufigste Grund für die Aufnahme einer Nebenbeschäftigung damit zusammenhängt, dass die finanzielle Lage unzureichend ist, haben wir für euch die bestbezahlten Nebenbeschäftigungen herausgesucht. Die folgenden 5 Tätigkeiten sind problemlos als Quereinsteiger:in aufnehmbar und werden attraktiv vergütet.

1. Nachhilfelehrer:in

Als Quereinsteiger ist ein Stundenlonh von 18€ nicht unüblich. Falls eine entsprechende Ausbildung vorliegt, dann kann der Stundenlohn zwischen 20€ und 50€ variieren.

2. Fahrradkurier:in

Mit ein wenig Erfahrung kannst du als Fahrradkurier:in bis zu 20€ die Stunde verdienen.

3. Call Center Agent

Die Vergütung eines Call Center Agents beträgt im Durchschnitt 13€ die Stunde. Hierbei darf nicht vergessen werden, dass das Arbeiten von zu Hause aus meistens möglich ist.

4 .Stagehand

Stagehands helfen bei Events bei dem Ab- und Aufbau von Bühnen. Hierbei kann ein Stundenlohn von bis zu 15€ erwartet werden, da diese Tätigkeit häufig an Sonntagen oder auch Nachts ausgeübt wird.

5. Kellner/Servicekraft

Kellner:innen verdienen im Schnitt 12€ bis 13€. Es muss jedoch noch beachtet werden, dass 50% des Stundenlohns als Trinkgeld dazuverdient werden.

Mit Kleingewerbe zum zweiten Standbein

Natürlich muss dabei nicht zwingend fachfremden Nebentätigkeiten nachgegangen werden. Es kann sich auch lohnen, eine Selbstständigkeit in Form eines Kleingewerbes anzumelden und Serviceleistungen anzubieten, die eng mit den Tätigkeiten der Hauptbeschäftigung verwandt sind. So können Grafikdesigner, Projektmanager oder Social Media Manager auch selbstständig ihre Dienste anbieten. Wichtig zu beachten ist hier allerdings, dass es sich bei den Kunden nicht um die direkte Konkurrenz handelt oder sonst zu enge Überschneidungen in der Branche vorliegen.

Wenn ihr euch dazu entscheidet ein Kleingewerbe anzumelden, gelten folgende Grundsätze. Zunächst mal muss keine Buchhaltung geführt werden und die Gründung erfolgt relativ schnell und einfach über die zuständige Gemeinde für einen Betrag zwischen 25€ und 50€. Umsatzsteuer, Gewerbesteuer oder andere Unternehmenssteuern müssen nicht gezahlt werden unter der Voraussetzung, dass der Jahresumsatz durch das Kleingewerbe 17.500€ nicht übersteigt. Allerdings zahlen Kleinunternehmer laut §15 EStG Einkommenssteuer. Grundlage dafür ist die jährliche Einkommenssteuererklärung. Die genannten Regelungen sind immer an die jährlichen Umsätze gebunden, deswegen empfehlen wir hier eine ausführliche Recherche vor der tatsächlichen Umsetzung.

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