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Fringe Benefits: Betriebliche Zusatzleistungen


Mitarbeitermotivation erhöhen mit Zusatzleistungen

Jeder kennt es: Arbeitgeber:innen werben mit dem beliebten Obstkorb. “…immer frisches Obst im Pausenraum.” Aber ist das allein schon ansprechend genug? Arbeitgeber:innen fällt es heutzutage immer schwieriger Ihre Mitarbeiter:innen im Unternehmen zu halten und stets zu motivieren. Aber nicht nur Gehaltserhöhungen allein kommen dem Arbeitnehmer zugute – auch sogenannte Fringe Benefits bilden einen guten Ansatz, um Ihren Mitarbeiter:innen entgegenzukommen.

Was sind Fringe Benefits?

Zusatz- oder Nebenleistungen sind freiwillig vom Arbeitgeber:innen gestellt und werden auch als sogenannte Fringe Benefits bezeichnet. Dementsprechend bilden sie eine Möglichkeit ab, wie Arbeitgeber:innen ihre Mitarbeitenden motiviert halten und die Bindung zum Unternehmen festigen können.

Nicht nur bei bestehenden Mitarbeitenden kommen freiwillige Zusatzleistungen gut an. Auch im Wettbewerb um neue Talente sorgen Fringe Benefits dafür, dass Ihr Unternehmen heraussticht. Da Fringe Benefits freiwillige Zusatzleistungen vom Arbeitgeber sind, gibt es keinen Rechtsanspruch. Diese werden ebenfalls leistungsunabhängig eingesetzt.

Beispiele für Zusatzleistungen

Freiwillige Zusatzleistung können in verschiedenen Arten und Weisen angeboten werden. Besonders beliebt bei Arbeitnehmer:innen sind folgende Benefits:

  • Firmenwagen
  • Betriebskindergarten oder Kinderbetreuung 
  • Betriebliche Weiterbildungen
  • Zusatzversicherungen bspw. eine Zahnzusatzversicherung
  • Betriebsfitness o. a. Sportangebote
  • Freizeitangebote
  • Zusätzlicher Urlaub
  • Essensgeld

Es gibt außerdem verschiedene Konzepte wie “Flexible Benefits” oder “Cafeteria-System” in welcher sich Arbeitnehmer:innen ihre Leistungen passend zu ihrem Bedarf aus dem Katalog aussuchen und zusammenstellen können.

Positive Auswirkungen von Fringe Benefits

Die betrieblichen Zusatzleistungen können sich wie folgt auswirken:

  • Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter steigt
  • Bindung von engagierten Mitarbeitern
  • Attraktives Unternehmensbild
  • Verbessertes Arbeitsklima
  • Leistungsbereitschaft steigt
  • Unternehmen zieht mehr Bewerber an 

Damit diese oder ähnliche positive Auswirkungen erzielt werden können, sollte das Angebot sich allerdings immer an der tatsächlichen Nachfragen für etwaige Zusatzleistungen orientieren. Laut einer Online-Umfrage des Sport- und Wellness-Anbieters Urban Sports Club und des Meinungsforschungsinstituts YouGov, ist von 54% der 1000 Befragten der Wunsch nach Weihnachtsgeld an erster Stelle.

Zusatzleistungen erfolgreich einsetzen

Als Unternehmen sollte man die Vor- und Nachteile bestimmter Benefits im Auge behalten und analysieren. Bei der Beurteilung können interne Befragungen, aber auch externe Statistiken helfen. Folgende Fragen sollten Sie sich stellen: “Wie wirken sich die Benefits auf die Mitarbeiter aus?”, “Welche Benefits sind am beliebtesten?” und auch “Welche Benefits bieten andere Wettbewerber an?”.

Außerdem sollte jedes Benefit einen Zweck verfolgen: soll die Leistung im Allgemeinen verbessert, die Mitarbeitermotivation gefördert oder neue engagierte Mitarbeiter gefunden werden. Dementsprechend macht es Sinn sich an einer Benefit-Strategie zu orientieren. Ein klares Ziel könnte wie folgt aussehen:

“50 zusätzliche Bewerber im Vergleich zum Vormonat” oder “Weniger Krankheitstage als im Vorjahr”

Denn an solchen klar formulierten Ziele können sich Mitarbeiter aus dem HR oder anderen Abteilungen richten und dementsprechend organisieren. Solch ein Aktionsplan ist vor allem nützlich für das Unternehmen, um herauszufinden welche Zusatzleistungen passend zum Unternehmen und der Zielgruppe ist. Die Zielgruppe entspricht in diesem Fall den vorhandenen Mitarbeitenden und potentiellen Bewerber:innen. Benefits, wie beispielsweise Weiter- und Fortbildungen oder betriebliche Kinderbetreuung – besonders bei Elternteilen – gelten mittlerweile als unverzichtbar. Darüber hinaus gibt es Benefits, welche als “nice-to-have” gelten, wie zum Beispiel Freizeitangebote oder Mitarbeiterrabatte.

Um im Wettbewerb hervorzustechen können Unternehmen sich ein Angebot überlegen, was exklusiv im Zusammenhang mit ihnen möglich ist. Wichtig ist dafür die Kommunikation und Vermarktung der Benefits. Um die Zielgruppe zu erreichen sollten die richtigen Kanäle verwendet werden. Nur so sind sich die Mitarbeiter:innen ihrer Benefits bewusst und können diese zu ihrem Vorteil beanspruchen.

Mitarbeitenden Freiraum geben

Zusatzleistungen sind erst dann effektiv, wenn sich Mitarbeiter:innen diese selbst aussuchen und nach ihrem Bedarf zusammenstellen können. Mitarbeiter:innen ohne Kind profitieren weniger von einer betrieblichen Kinderbetreuung als ein Elternteil. Denn positive Auswirkungen können erst eintreten, wenn man flexibel und individuell Benefits anbieten kann.

Photo by Kenny Eliason on Unsplash