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Realistische Stellenbeschreibungen – warum, wozu und wie?

1. Oktober 2018
Die Bedeutung realistischer Stellenbeschreibungen und wie diese umgesetzt werden können. © kieferpix – stock.adobe.com

Wenn die Realität anders aussieht als Stellenbeschreibungen versprechen – Ein neuer Job bringt neue Motivation. Trotzdem bleibt die Frage: Erfüllt die Stellenbeschreibung das, was sie verspricht? Auf der anderen Seite stehen Unternehmen vor der Herausforderung, den Bewerbern von Anfang an realistische Vorstellungen der Stelle zu vermitteln. Oftmals sind Sie jedoch dazu geneigt, die positiven Seiten einer offenen Stelle hervorzuheben. Es entsteht ein falsches Bild und Unzufriedenheit ist vorprogrammiert. Dies gilt es zu vermeiden, doch wie?

Ohne realistische Stellenbeschreibungen geht es nicht

Zutreffende Stellenbeschreibungen sind Grundlage dafür, die richtigen Kandidaten zu finden. Niemand kann erwarten, den richtigen Treffer zu machen, wenn falsche Erwartungen vermittelt werden. Falsche Erwartungen zählen zu den Hauptfaktoren für Unzufriedenheit bei Neuanstellungen. Die Folgen sind Unsicherheit und Verärgerung. Negatives Feedback und Fluktuation treten ein.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der neue Mitarbeiter schon bald das Unternehmen wieder verlässt. Für das Unternehmen bedeutet dies, dass umso mehr Zeitaufwand erforderlich ist, um die Position erfolgreich zu besetzen (den Kostenaufwand nicht zu vergessen). Eine realistische Stellenbeschreibung beugt von Beginn an diesen Zusatzaufwand vor.

Was realistische Stellenbeschreibungen bewirken

Das Unternehmen möchte besonders attraktiv auf den Bewerber wirken. Der Bewerber brennt darauf, als perfekter Kandidat erkannt zu werden. Damit ist weder dem Unternehmen noch dem Bewerber geholfen. Bewerbern sollte vorab ein Einblick in alle Facetten der Stelle geboten werden. Nur so treten sie die neue Stelle mit den richtigen Erwartungen an.

Eine realistische Stellenbeschreibung zeigt nicht nur positive sondern auch negative Aspekte der Stelle. Dadurch können Bewerber einschätzen, welche Skills und Qualifikationen sie tatsächlich für die Stelle brauchen und wie ein typischer Arbeitstag aussieht. Was also auf keinen Fall in der Stellenbeschreibung fehlen darf, sind die Erwartungen des Arbeitgebers an den Bewerber.

Ein erfolgreicher Bewerbungsprozess ist jedoch niemals eine Einbahnstraße. Vielmehr sollte auch der Bewerber seine Erwartungen einbringen. So kennt jede Partei die Erwartung der anderen Seite und kann auf dieser Basis die richtige Entscheidung treffen.

Wie realistische Stellenbeschreibungen gelingen

Mittels verschiedener technischer Hilfsmittel können Kandidaten einen tieferen Einblick in das Unternehmen erhalten und deren Kultur kennenlernen. Ein Mix aus den folgenden Hilfsmitteln kann bewirken, dass Bewerber die ausgeschriebene Stelle sowie auch das Unternehmen besser durchblicken und schließlich ausmachen können, ob es passt.

1. Imagefilm

Videos sind ein geeignetes Mittel, um Kandidaten in jeder Phase des Bewerbungsprozesses ein besseres Verständnis davon zu geben, was es heißt, für das Unternehmen zu arbeiten. Sie erweisen sich als eine günstige Möglichkeit, eine realistische Darstellung der Stelle zu vermitteln. Im Video können Mitarbeiter aus dem Unternehmen von ihrer Arbeit und der Unternehmenskultur berichten. Sie erklären die Bedeutung ihres Jobs und wie dieser ihr Leben beeinflusst. Diese Form einer realistischen Stellenbeschreibung vermittelt sowohl positive als auch negative Aspekte.

2. Interaktive Simulationen

Die Arbeitswelt verändert sich und ein Arbeiten von überall ist längst alltäglich. Stellenbeschreibungen sollten potenzielle Bewerber über den ganzen Globus verteilt erreichen und diesen einen realistischen Einblick in die Stelle ermöglichen. Interaktive Online-Simulationen helfen dabei. Mit dem richtigen Tool können Situationen abgebildet werden, die ein interaktives Handeln der Kandidaten erfordern und dadurch eine realistische Darstellung des Jobs vermitteln. Die Simulation verdeutlicht, wie einzelne Kandidaten in typischen Arbeitssituationen reagieren.

3. Befragungen

Befragungen stellen ein einfaches Mittel dar, um Kandidaten an die Erwartungen des Unternehmens heranzuführen. Zunächst wählt der Kandidat zwischen verschiedenen Antwortoptionen, die mehr über seine Person und Erwartungen preisgeben. Dabei gibt es kein Richtig oder Falsch. Die Antwort hilft vielmehr herauszufinden, wer gut zum Unternehmen passt. Sofern ein Kandidat aus dem Bewerbungsverfahren ausscheidet, dient ein Feedback-Gespräch dazu, die unterschiedlichen Erwartungshaltungen zu besprechen.

Fazit: Realistisch bleiben und so die richtigen Kandidaten finden

Unternehmen und Bewerber können nur dann erfolgreich und zufrieden zusammenarbeiten, wenn alle Erwartungen von Anfang an geklärt sind. Eine realistische Stellenbeschreibung  mittels geeigneter technischer Mittel lässt Unternehmen den richtigen Kandidaten finden und hilft Bewerbern in der Entscheidung für oder gegen ein Unternehmen.