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Der Begriff KMU steht für Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere (mittelständische) Unternehmen mit einer Betriebsgröße von höchstens 249 Mitarbeitern und einem jährlichen Umsatz von maximal 500 Millionen Euro. Alternativ ist eine Bilanzsumme von nicht mehr als 43 Millionen Euro zulässig.

KMU - Kleine und mittlere Unternehmen
Bild von Dimitry Anikin auf Unsplash

Zugehörigkeit zu KMU Unternehmen

Die Zugehörigkeit zur Gruppe der kleinen und mittleren Unternehmen basiert auf quantitativen und qualitativen Parametern.

Zu den quantitativen Merkmalen zählen Beschäftigtenanzahl, Umsatzerlös und Bilanzsumme.

Als qualitatives Kriterium gilt die Eigenständigkeit. Es darf keine Partnerschaft mit einem anderen Unternehmen geben und bei einer Verbindung mit einem anderen Unternehmen müssen die Anteile geringer sein als 25 Prozent.

Zuordnung von mittelständischen Unternehmen

  • In Deutschland machen die KMU mehr als 99 Prozent aller Unternehmen aus, die der Umsatzsteuerpflicht unterliegen.
  • In ihnen sind über 59 Prozent aller Arbeitnehmer angestellt, die sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind.
  • Die KMU bilden circa 82 Prozent aller Auszubildenden aus.
  • Die wirtschaftlichen Umsätze liegen bei über 35 Prozent.

Digitalisierung von KMU

Die digitale Transformation innerhalb von Unternehmen bezeichnet die Nutzung von digitalen Inhalten und Technologien zur grundlegenden Verbesserung und Vereinfachung von Betriebsabläufen. Dieser digitale Wandel setzt voraus, dass Firmen bereit sind, ihre Arbeitsprozesse mittels moderner Informationstechnologie und dem Internet zu optimieren.

Analoge Strukturen werden in digitale Daten überführt, Prozesse nach und nach digital umgesetzt. Im Ergebnis lassen sich auf diese Weise zahlreiche Arbeitsabläufe zunehmend vereinfachen und nahezu vollständig automatisieren.

Bedeutung digitaler Abläufe für Unternehmen

Digitalisierung ist ein fortwährender Prozess mit dem Ziel, die KMU wirtschaftlich voranzubringen. Sie dient darüber hinaus der Erschließung neuer ergänzender Geschäftsfelder. Digitale Technologien sollen dabei interne Betriebsabläufe und den Kundenkontakt verbessern.

Weiterhin ermöglichen sie eine zentrale Verfügbarkeit von Informationen und senken wesentlich die Gesamtkosten des Unternehmens. Produktionsprozesse lassen sich deutlich effizienter gestalten und Dienstleistungen sowie Produktionen schneller bereitstellen.

Herausforderungen der Digitalisierung

Kunden haben heute völlig andere Ansprüche an ein Unternehmen als in früheren Jahren. Sie sind selbst gut vernetzt und es gewohnt sich in einem digitalen Umfeld zu bewegen. Die Erwartung an KMU umfasst entsprechend schnelle Reaktionen sowie digitale Sichtbarkeit von Produkten, Dienstleistungen, Kontaktmöglichkeiten und Kaufabwicklungen.

Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Krise müssen sich KMU diesen Herausforderungen stellen. Online-Einkaufsmöglichkeiten zählen ebenso dazu wie Online-Terminplanungen. Sind Unternehmen nicht in der Lage ihre Angebote digital zu präsentieren und ihre eigenen Abläufe digital zu erfassen und gestalten, werden sie langfristig gegenüber Firmen mit digitalen Marketing-Strategien nicht bestehen.

Vorteile eines digitalen Mitarbeiter-Managements

Eine digitale Personalverwaltung bietet wesentliche Vorteile für die unternehmenseigenen HR-Prozesse.

  • Die gesamte administrative Mitarbeiterbetreuung wird dank automatisierter Abläufe zeitsparend verwaltet.
  • Personalkosten reduzieren sich wesentlich durch Softwarelösungen, die den erheblichen zeitlichen Aufwand einer Personalverwaltung verringern.
  • Je nach Zugriffsberechtigung können Mitarbeiter ausgewählte Personalprozesse selbst koordinieren und Daten digital bearbeiten.
  • Sämtliche Arbeitsabläufe und Informationen werden nicht mehr in unterschiedlichen Systemen abgelegt, sondern durchgängig zentral gespeichert.

KMU Förderungen

Der Staat fördert Digitalprojekte derzeit mit einem Zuschuss von maximal 50.000 Euro. Gefördert werden Investitionen von Unternehmen in digitale Technologien und Qualifizierungsmaßnahmen für Mitarbeiter rund um digitale Themen. Die Förderhöhe bezieht sich auf die Investitionskosten und orientiert sich an der Anzahl der Beschäftigten.

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